ANPASSUNGSSTÖRUNG

Anpassungsstörungen entstehen, wenn ein Ereignis oder eine fortbestehende belastende Situation über einen längeren Zeitraum nicht akzeptiert und angemessen bewältigt werden kann. Unser Körper und unsere Seele reagiert auf diesen Zustand mit depressiver Verstimmung, Angst und Sorge. Ein diffuses Gefühl, mit der Situation nicht zurechtzukommen, begleitet uns. Man ist freudlos, fühlt sich leer und grübelt stundenlang. Manche Menschen ziehen sich immer mehr aus dem sozialen Leben zurück, haben plötzlich Probleme mit Nähe und Distanz. Menschen mit Anpassungsstörungen schaffen es nicht mit den vorhandenen Strategien, sich angemessen an eine neue Situation anzupassen. Ausschlaggebend ist hier nicht die objektive Härte des Ereignisses, sondern das subjektive empfinden und die individuelle Belastbarkeit und Bewältigungsfähigkeit der Person.

Anpassungsstörungen können entstehen bei familiären oder beruflichen Konflikten und Problemen, nach Trennung oder aufgrund von Liebeskummer, bei finanziellen Sorgen, Arbeitsplatzverlust, wenn nahestehende Personen erkranken oder sterben, man selber schwer krank wird, nach der Geburt eines Kindes uvm.

Anpassungsstörungen halten meist nicht länger als 6 Monate an, können aber auch bei einer depressiven Reaktion bis zu 2 Jahre anhalten.